Auf ein Neues

Komödie von Antoine Rault
Regie: Martin Woelffer

19.01.2017 - 05.03.2017

Cathérine ist eine selbstbewusste Mittvierzigerin. Dank ihrer Energie und ihres Durchsetzungsvermögens hat sie, obwohl sie alleinerziehende Mutter ist, Karriere gemacht und hat nun einen verantwortungsvollen und gut dotierten Job. Weniger erfolgreich ist sie als Mutter: Ihre aufmüpfige 14-jährige Tochter Sarah fühlt sich von der dominierenden Mutter vernachlässigt und unterdrückt.

An Heilig Abend stolpert Cathérine vor ihrer Wohnungstür über den abgerissenen und angetrunkenen Michel, der sich vor der Kälte in das schicke Pariser Haus geflüchtet hatte, und wirft ihn erbarmungslos hinaus. Sarah ist empört. Sie beschimpft ihre Mutter als herzloses Monster, das zu keiner Liebe, geschweige denn Nächstenliebe fähig sei. Jetzt ist Cathérine empört und um das Gegenteil zu beweisen, holt sie den Penner samt seiner paar Habseligkeiten kurzerhand zurück und lädt ihn ein, Weihnachten gemeinsam mit ihr und ihrer Tochter zu feiern. Schließlich ist es ja vor allem das Fest des Gebens! Und Catherine kann jede Menge geben, vor allem Orientierung. Als sie beim Essen durch penetrantes Nachfragen herausgefunden hat, warum Michel zu dem wurde, der er nun ist, steht ihr Plan fest: Sie wird aus diesem heruntergekommenen, verunsicherten und unglücklichen Menschen wieder einen zivilisierten Menschen machen. Dass unter der Schale tatsächlich eine eigenständige Persönlichkeit schlummert, damit hatte Cathérine freilich nicht gerechnet. Und so führen ihre Resozialisierungsversuche zu so mancher Katastrophe. Und während ihre Tochter Sarah ein Gefühl der Verbundenheit zu dem väterlichen Michel entwickelt, wird Cathérine durch die Begegnung mit seiner ihr völlig gegensätzlichen Lebenseinstellung allmählich verändert.

 

Viel Witz und eine gehörige Portion Situationskomik – Antoine Rault zeigt mit Auf ein Neues auf satirisch-amüsante Weise den Zusammenhang zwischen Mechanismen sozialen Ab- und Aufstiegs und seelischer Verarmung, aber auch Möglichkeiten, durch eine unerwartete Begegnung ein Füreinander und ein Miteinander zu lernen. Und am Ende der Geschichte könnte daraus auch eine romantische Komödie werden.

 

Pressestimmen

 

"Ein lustiges, trefflich gespieltes Stück über einen weiblicben Pygmalion."
(Frankfurter Rundschau) 

 

*****

"Das Trio glänzt in der erfolgreichsten Komödie Antoine Raults mit passioniertem Spiel und flinker Wendigkeit und schlägt Funken aus den Unvollkommenheiten der Figuren, ohne sie zu denunzieren. Das Publikum war von dieser zeitgemäß wechselweisen "Zähmung" sehr angetan. Und das völlig zu Recht." 
(Frankfurter Neue Presse)

 

*****

"Marion Kracht ist grandios als gefühlskalte Schneewalze. Ein wunderbares leichtes Stück, extrem witzig, toll gespielt, äußerst vergnüglich. Wertung: TOLL"

(BILD Frankfurt)

 

*****

"Wie sich alle drei, die aufmüpfige Tochter, die toughe Catherine und der sanfte Michel verändern und vom Gegenaneinander ein Miteinander wird, zeigen die Protagonisten auf sehr satirisch-amüsante Weise. Wenn Marion Kracht über die Bühne schreitet, Küsschen mit gespitzten Lippen am Telefon gibt, mit präziser Gestik den Mann und die Tochter dirigiert, das ist Boulevard-Theater vom Feinsten. Der lang anhaltende Schlussapplaus nach dem Happy End war mehr als verdient."

(frankfurt-live.com)