Die Nervensäge

Komödie von Francis Veber (Bearbeitung Jürgen Wölffer)
Regie: Pia Hänggi

09.03.2017 - 30.04.2017

 

Eigentlich ist es ein ganz normaler Arbeitstag für Berufskiller Ralph: Er soll einen Mafia-Kronzeugen, sobald der das Gerichtsgebäude betritt, per Fernschuss liquidieren. Im Hotel gegenüber hat er sich ein Zimmer mit Blick auf den Tatort reservieren lassen. Alles ist präzise geplant, das Gewehr liegt bereit. Was also sollte noch schiefgehen? Alles. Denn irrtümlicherweise wurde das Hotelzimmer doppelt gebucht: François Pignon, frisch von seiner Ehefrau verlassen und zutiefst verzweifelt, will ausgerechnet hier seinem tristen Dasein ein Ende setzen.  Das minutiös geplante Attentat droht zu scheitern,  keiner von beiden will das Zimmer verlassen. Und schlimmer noch: Während die Ankunft des schwer bewachten Kronzeugen unaufhörlich näher rückt, glaubt Trauerkloß Pignon, in Ralph einen neuen Freund fürs Leben gefunden zu haben. Mit seinen unaufhörlichen Quengeleien, seinem pausenlosen Gequassel und seinem Selbstmitleid gefährdet Pignon nicht nur Ralphs Auftrag, sondern treibt den eiskalten Killer langsam aber sicher in den Wahnsinn...

 

Francis Vebers rasante Komödie wurde 1970 in Paris uraufgeführt und ein Welterfolg, ebenso wie die Verfilmung mit Lino Ventura und Jacques Brel sowie das Hollywood-Remake Buddy Buddy mit Jack Lemmon und Walter Matthau. Seit der deutschsprachigen Erstaufführung 1971 in der Komödie am Kurfürstendamm begeistert das grandiose Scheitern zweier höchst unterschiedlicher Männer die Zuschauer auf Deutschlands Bühnen.

 

Pressestimmen

 

"Markus Majowski spielt mit bewundernswert natürlicher Verrücktheit Francois als verkorksten Typ. Das Publikum giggelt, kichert und lacht. Tosender Applaus."

(BILD Frankfurt)

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"Von der Schweizer Regisseurin Pia Hänggi so turbulent und gekonnt in Szene gesetzt, dass das Publikum aus dem Lachen kaum noch herauskommt. Das Stück lebt vor allem von der Gegensätzlichkeit der beiden hier trefflich ausgesuchten Hauptdarsteller. Eine gute Teamleistung mit zwei Hauptfiguren, die sich nichts schenken und aus der verzwickten Situation ein Katz-und-Maus-Spiel entwickeln, das virtuos ist. Verdienter, langanhaltender Applaus war der Lohn für diese Meisterleistung."
(Frankfurter Neue Presse)

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"Wer Francis Vebers anderen Stücke kennt, weiß, dass dieser Theaterabend nur ein Riesenspaß gewesen sein kann. Pia Hänggi hat "Die Nervensäge" flott inszeniert. Das Publikum war begeistert."
(FAZ)

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"Markus Majowski gibt den neurotischen, selbstmitleidigen Jammerlappen in seinem Schwanken zwischen Aggressivität und Depressivität mit beeindruckender Authentizität."

(Frankfurter Rundschau)

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"Markus Majowski als „Nervensäge“ und ehemaliger Hemdenvertreter brilliert als verlassener Ehemann, hin- und hergerissen zwischen aggressiven und depressiven Symptomen läuft er zu Höchstformen auf. Eine sehenswerte amüsante Komödie, von Regisseurin Pia Hänggi gekonnt inszeniert."

(Frankfurt Live)